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Pannen und Pleiten zu Thanksgiving (hier beliebigen Festtag einsetzen, lol)

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Pannen und Pleiten zu Thanksgiving (hier beliebigen Festtag einsetzen, lol)

Beitrag von quargl am Fr 14 Aug 2009 - 23:51

Hallo Ihr Lieben, diese Anekdoten, von mir uebersetzt, erfrischen doch Gemuet, Herz und Seele -- Es ist doch gut zu wissen, dass man im Unglueck nicht alleine ist! *Dennoch bin ich froh, dass ich sie nicht persoenlich erlebt habe!*
LG Cindy


Onkel Robert hilft aus

Mein erstes Thanksgiving mit meinem Mann wurde im Busen seiner grossen irish-italienischen Familie in seiner alten Nachbarschaft in New York verbracht. Als die Neue, wurde ich dazu veranlasst 15 Pfund Kartoffeln fuer das Festessen zu kochen, schliesslich musste man seinen begehrten Platz an der "Familientreppe" mit Schweissarbeit erst verdienen. Als die Kartoffeln gekocht waren habe ich den schweren Topf aufgehoben, meine Augen derweil auf die Suche nach einer freien Spuele wo ich sie abseihen konnte. Die Kueche war angekramt, jedes Eckchen, einschliesslich die Spuele, in vollem Einsatz fuer das bevorstehende Essen. Der betagte Onkel meines Mannes, Robert, fuehrte mich durch den Flur zu einem kleinen Halbbad und nahm mir den dampfenden Topf unerwartet aus den Haenden. Er fing an die Kartoffeln ueber die Toilette abzuseihen, verlor seinen Halt am Topf....alle Kartoffeln sind in die Toilettenschuessel gepurzelt! Ich konnte nur noch wie im Alptraum Worte ohne Laut formen "Oh nein!" aber Onkel Robert verlor keine Zeit, fischte jedes einzelne von den Kartoffeln aus der Toilette heraus. "Niemand wird es jemals erahnen", fluesterte er mir zu. Jetzt geh in die Kueche mein Maedchen und zerstampfe sie zu Kartoffelpueree." Einige Zeit darauf, inmitten des Essens, beugte sich die Tante meines Mannes zu mir und fluesterte, "Deine Kartoffeln sind koestlich. Ich glaube Du wirst Dich in unsere Familie nahtlos einreihen."


Die Nacht, wo ich die Pute rasierte

Mein erstes Thanksgivingessen ueberhaupt bereitete ich 1960 zu. Mein Mann war Schiffspilot, er wurde nicht vor 3 Uhr Frueh am Thanksgivingtag Zuhause erwartet, so fiel alles Arbeit auf meine Schultern. Ich bestellte einen frisch geschlachteten Puter, 25 Pfund schwer, von dem Metzger meines Vertrauens. Es wurde mir im Papiersack am Tag vor dem Ereignis zugestellt. Ich habe den Sack in den Kuehlschrank gegeben, um mich damit spaeter auseinander zu setzen. Diesen Abend habe ich unsere drei Kinder wie immer gefuettert, gebadet und zu Bett gebracht. Ich habe in aller Ruhe den Tisch fuer sechzehn Gaeste gedeckt, habe die Brotfuelle, die Suesskartoffeln, die zweimal gebackenen Ofenkartoffeln, die Cranberrysauce, Apfel- und Kuerbis-Pie und noch mehr vorbereitet. Es war 2 Uhr Frueh ehe ich den Puter aus den Kuehlschrank nahm.
Als ich den Papiersack aufmachte bin ich fast in Ohnmacht gefallen -- da war der Puter, in all seiner Farbenpracht, alle Federn noch intakt! Ich versuchte die Federn einzeln auszurupfen, aber das ist nicht gegangen. Um diese Stunde konnte ich niemanden um Hilfe bitten. Ich war am Rande der Hysterie.
Ich bin ins Bad gegangen um Taschentuecher fuer meine verweinten Augen zu holen, da sah ich die Loesung aller meiner Probleme am Spuelbeckenrand sitzen. Sie koennen sich vorstellen wie mein Mann stutzte als er eine Stunde spaeter nach Hause kam und seine erschoepfte Frau weinend vorfand, elektrischen Rasierapparat in der Hand und dabei war den Puter zu rasieren!
P.S.: Es ging alles paletti, mein Mann verwendet sogar heute noch denselben Rasierapparat....


Nierchen und Katzenschlaefchen

Als die Zeit nahte, wo ich das Thanksgivingessen auf den Tisch stellen sollte, habe ich die Kartoffeln zu Kartoffelpueree verarbeitet, habe diese in eine wunderschoene Servierschuessel gefuellt. Ich drehte mich fuer eine Sekunde von ihnen weg, um das Tranchiermesser fuer die Pute zu holen. Mit Entsetzen musste ich feststellen, unsere Katze Pepper hat es sich auf das Kartoffelpueree gemuetlch zu einem Schlaefchen gemacht! Wortlos zog ich an der Bluse meiner Frau, habe in Richtung der Katze und der Schuessel gedeutet. Ich muss schon sagen, sie hat es gut vernommen: lediglich ihre Augen weiteten sich. Wir haben Pepper aus der Kueche verbannt, die oberste Lage von Kartoffeln abgeschabt. Ich sammelte mich, begann die Pute zu tranchieren. Als ich anfing die Brust anzuschneiden stieg der markante Geruch von Leber und Niere auf und verbreitete sich in der Kueche. Wir hatten vergessen das Tuetchen der Innereien vor dem Braten herauszuholen. Trotz der Pannen konnten wir das Essen retten, unsere Gaeste ahnten nie was sich in der Kueche soeben abgespielt hatte.


Gepflastert

Mein Bruder John war ein Alkoholiker. Elf Jahre lang gab sich seine Frau Anne damit ab, schliesslich konnte sie es aber nicht laenger ertragen, ihre Geduld loeste sich in Nichts auf und die Ehe ging auseinander. John liess nicht locker, fuer Monate stieg er ihr bei jeder Gelegenheit nach um sie um Vergebung zu bitten. Sie blieb jedoch standhaft und hart.
Der Thanksgivingfeiertag nahte, wir haben beschlossen eine Pute mit allem Drum und Dran zu besorgen, es Anne und den Kindern hinzubringen, sodass die kleine Familie einen schoenen Tag geniessen konnte. Ich habe die Brotfuelle in die Pute getan, es in den Backofen geschoben und wir verliessen alle das Haus um in den Gottesdienst zu gehen. Waehrend wir weg waren schlich ein sehr betrunkener John ins Haus, machte seinen Weg auf den Dachboden, von woaus er sich erhoffte alles an Konversation durch die duenne Pflasterdecke mitzubekommen.
Eine Stunde nach dem Gottesdienst waren alle um den Tisch versammelt. Anne hat die Servierplatte mit der Pute vor mich hingestellt, ich sollte den Vogel tranchieren. Ich nahm das Tranchierbesteck auf, da meldete sich meine Tochter, es waere doch nett wenn wir vorher noch ein Dankesgebet sagen wuerden. Gerade in dem Moment wo wir alle aufgestanden waren um die Worte des Dankes zu hoeren kam John durch das Pflaster der Decke auf den Tisch zu landen, Gesicht nach unten mitten in das Kartoffelpueree gedreht.


Schwiegermutter des Jahres

Ich hatte meine Tochter Sue und ihren Mann Gary 1992 zu mir zum Thanksgiving eingeladen. Im Backofen hatte ich einen Schinken, in der Garage, wo ich meinen Zusatzofen hatte, briet die Pute. Als es Zeit war zu essen, bat ich Gary die Pute hereinzubringen. Bald darauf hoerten wir fuerchterlichen Laerm und Geschrei -- Gary war der Braeter aus der Hand gefallen, es war Pute und Bratensaft ueberall auf Auto und Betonboden verteilt. Ich war irritiert, sowie es Gary auch war, aber ich versuchte die Situation aufzulockern indem ich sagte, "Wenigstens muessen wir diesmal nicht muehselig das Fleisch von den Knochen loesen!"
P.S.: Es tut mir leid nicht ordentlicher schreiben zu koennen, ich habe einen gebrochenen Arm. Ich bin in der Garage dort ausgerutscht wo Bratfett von der Pute gelandet war. Ich habe es nie Gary gebeichtet!


Wie die Seifenwerbung sagt: zu 99 und 44/100 Prozent rein

Meine Freundin, die von ihrer Mutter und ihrer mit-ihnen-wohnenede Grossmutter aufgezogen wurde, hat nie gelernt zu Kochen, hatte keinen blassen Schimmer davon.
Dennoch fasste sie sich ein Herz, nahm Kochbuch und neugewonnenes Selbstwertgefuehl zur Brust und verlautbarte sie wuerde fuer die ganze Familie das Thanksgivingessen zubereiten. Sie hat gewissenhaft die Anleitungen zum Vorbereiten des Putenbratens befolgt, es zu waschen und mit Brotfuelle zu versehen. Sie tat wie angesagt, hat die Pute in den Ofen geschoben. Nach ein paar Stunden sah sie nach, fand einen schaeumenden Vogel vor...Sie hatte die Pute mit Seife gewaschen....


Fisch oder Fleisch?

Als ich zu den Semesterferien 1950 nach Hause kam, um Thanksgiving mit meinen Eltern zu verbringen, war der Puter der groesste Vogel den ich jemals gesehen hatte. Mein Vater meinte es sei deswegen, weil es einer von den neuen mit Fisch gefuetterten Puten waere. Es hat wunderschoen ausgesehen, wie es zu Tisch gebracht wurde, aber als mein Vater es anschnitt verbreitete sich ein Makrelengeruch und der Geschmack war reiner Lebertran. Wenn ich mich nicht taeusche, dann war 1950 das einzige Jahr wo man Fisch an Puten verfuettert hat....


Reichlich gefuellt

Meine Frau Nettie und ich, zusammen mit unseren zwei Kindern, waren zum Thanksgivingessen bei meiner Schwester eingeladen. Mit der Absicht die Arbeit beschwingter zu machen, und die Gemueter ein wenig zu heben, hatte ich Eierpunsch mitgebracht. Bevor die Maedels ihre Kuechenarbeit anfingen genossen wir alle ein kleines Glaeschen davon. Anschliessend wurden Kartoffeln geschaelt, das Gemuese wurde vorbereitet, Tartes und Kuchen gebacken. Dabei wurde oefters am Eierpunsch genippt, nur kleine Verkoestigungen, aber immerhin. Ihr Gemuetszustand war definitv im positiven Bereich.
Spaeter hoerte ich wie Nettie sagte, "Meine Guete Gretchen, das ist ein mords Vogel. Wir brauchen mehr Brotfuelle." So haben sie noch eine Schuessel voll angeruehrt, haben weiter gearbeitet. Ploetzlich ertoente aus der Kueche ein lauter Schrei, sodass wir alle dorthin liefen um zu sehen was los war. Wir sahen meine Schwester, vornuebegebeugt vor Lachen, und auf einen Haufen Brotfuelle am Fussboden deutend, welches am Ende des Tisches zu Boden gefallen war. Nachdem ich ihnen den schweren Vogel auf das Tischende gesetzt hatte, hatten sie vergessen es am Hals zuzunaehen. So merkten sie nicht, leicht angeheitert wie sie waren, dass die Fuelle am anderen Ende herausquoll, wie sie es vorne hineingestopft haben.


Lazarus

Als Ken und Lydia einen Puter geschenkt bekamen, um es fuer das Thanksgivingessen aufzufuttern, hat Lydia begeistert diese Aufgabe uebernommen. Sie hat es gefuettert, hat mit ihm geredet, hat lange im Voraus beide Elternpaare zum Festessen eingeladen. Wie sich jedoch Thanksgiving naeherte, wurde Lydia zusehends stiller, bedrueckter. Schliesslich, am Tage vor dem Erntedankfest, ist Lydia in Traenen ausgebrochen. Sie gestand Ken ein, sie wuerde es nicht zusammenbringen den Vogel zu toeten. Ken hat sie beruhigt, hat ihr versprochen er wuerde die Sache in die Hand nehmen. Er ist hinausgegangen, kurze Zeit darauf ist er mit einem schlappen Puter unter den Arm wieder hereingekommen, einen leichten Geruch von Chloroform mit sich schleppend. Er gab den Vogel in den Kuehlschrank, schlug seiner Frau vor sie widmen sich erst am Morgen den Essenszubereitungen.
Lydia erwachte frueh am Morgen und ist in die Kueche gegangen. Sie oeffnete den Kuehlschrank und heraus flatterte der Puter. Auf ihre Schreckenschreie hin stuerzte Ken in die Kueche, wo er seine Frau reglos am Boden in Onmacht gefallen vorfand und der Vogel auf unsicheren Beinen herum torkelte. Als seine Frau aufwachte hat Ken den Puter hinaus in den Garten befoerdet, wo er sein Leben ohne Stress und ohne Angst vor der Ausrottung gluecklich und zufrieden ausleben konnte. Wir? Wir sind in ein Restaurant zum Essen gegangen, und glauben Sie mir, keiner von uns hat Pute bestellt!


Selig sind die Wuscheligen

quargl
What's up?
What's up?

Weiblich
Humor: Bin meist zum Zwinkern aufgelegt

Oberlehrers Notizen
: St. Wuschel bless my life. oder... Warum einfach, wenn es wuschelig geht.
Kopfnoten:

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Re: Pannen und Pleiten zu Thanksgiving (hier beliebigen Festtag einsetzen, lol)

Beitrag von motzimaus am Sa 15 Aug 2009 - 8:42

Hallo meine lieben Froeschle Froeschle

Mir fällt beim Lesen der "Ungeschicke" die Konfirmation meiner Schwester ein Laughing


Es war am Vortag des großen Tages. Alle Tanten und Omi´s hatten sich in unserer Küche versammelt, um das Festessen vorzubereiten - und NATÜRLICH auch den Kuchen zu backen.
Es duftete recht verführerisch im ganzen Haus - ich hätte doch sooo gerne von Allem etwas genascht - Twisted Evil doch die "Weiblichkeiten" ließen sich nicht dazu bringen mich probieren zu lassen.
Evil or Very Mad

Mit traurigen Äuglein (in denen aber auch ein kleiner Funken von "ich-bin-wütisch" zu sehen war), setzte ich mich in die hinterste Ecke der Küche und sah dem Treiben weiter zu. Eine Großküche ist nix dagegen gewesen - jede der "Kochmamsellen" redete etwas vor sich hin - eine stand der anderen pardou immer im Weg - scratch

Da kam der Moment, in dem eine meiner Tanten den Käsekuchen aus dem Ofen nahm "hm", dieser Duft!! Ich konnte nicht anders!!! Ich fragte, ob ich ein Stück probieren darf! "Ohh nein, geh da nur nicht dran" rief Tantchen aus. Na ja, dachte ich, warte ich eben bis morgen. Bon appetit

Nachdem der Käsekuchen (er sah wirklich aus, als käme er vom Konditor) etwas abgekühlt hatte, nahm ihn besagte Tante, (anstatt ihn vom Gitter auf die Platte gleiten zu lassen) auf die Hand und säuselte: "Schaut mal wie herrlich dieser Kuchen geworden ist" - Ihr könnt Euch bestimmt mit Eurem geistigen Auge vorstellen, was passierte! Der Kuchen brach rund um die Hand und es machte "PLATSCH" - was auf der Hand zurückblieb ähnelte nur noch einem "Mini-Käse-Küchlein" lol!

Dieses "Restchen" bugsierte die Tante auf einen Teller und schob ihn mir mit den Worten "Du wolltest doch probieren" hin. Ich kann Euch nur sagen, dass der Kuchen fantastisch geschmeckt hätte Laughing

motzimaus

Weiblich
Humor: meist gut - lachen soll ja gesund sein -

Oberlehrers Notizen
: fährt mit Wölfi Schlitten ...
Kopfnoten:

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Re: Pannen und Pleiten zu Thanksgiving (hier beliebigen Festtag einsetzen, lol)

Beitrag von chrispe am Sa 15 Aug 2009 - 10:32

So schreibt das LEBEN lol

chrispe

Weiblich
Humor: schwarz

Oberlehrers Notizen
:
Kopfnoten:

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